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Einsätze 2019

Aktuelle Einsätze der Feuerwehr Schillingen:

10.03.2019 - 06-07/2019 - Sonderlage Unwetter
Einsatzbeginn: 11:40 Uhr
Einsatz-Stichwort: Sonderlage Unwetter
Sonderlage TEL-Einsatz
Einsatzort: Landkreis Trier-Saarburg
Alarmierte Einsatzkräfte: TEL Trier-Saarburg
TEL Birkenfeld
KFI Trier-Saarburg
KFI stv. Trier-Saarburg
KFI Birkenfeld
WL alle Verbandsgemeinden
FEZ alle Verbandsgemeinden
FFU VG Ruwer
FF Mertesdorf, Kasel, Waldrach, Riveris, Farschweiler, Pluwig-Gusterath, Ollmuth, Schöndorf, Schweich, Longuich, Klüsserath, Kenn, Leiwen, Naurath, Mehring, Fell, Bekond, Lampaden, Heddert, Kell am See, Zerf, Greimerath, Freudenburg, Saarburg, Beurig, Taben-Rodt, Trassem, Hentern, Ayl, Wincheringen, Serrig, Mandern, Kirf, Hermeskeil, Gusenburg, Geisfeld, Grimburg, Konz, Könen, Wasserliesch, Kanzem, Pellingen, Filzen-Hamm, Wawern, Oberbillig, Igel

OrgL RD
LNA RD
RD Modul Führung
POL
Einsatzende: 22:00 Uhr

Konz / Landkreis Trier-Saarburg. Sturmtief "Eberhard" ist am Sonntag über das Gebiet des Landkreises Trier-Saarburg hinweg gezogen. Entsprechend der Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes veranlasste der Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises Trier-Saarburg, Christoph Winckler die Alarmierung der Führungsgruppe Trier-Saarburg um 11:40 Uhr, um der Unwetterlage vorraus zu sein und entsprechend vorbereitende Maßnahmen treffen zu können. Dazu baute sich die Technische Einsatzleitung im Feuerwehrgerätehaus Konz auf und konnte kurze Zeit nach der Alarmierung Ihre Arbeit aufnehmen.
Der Deutsche Wetterdienst meldete zu Beginn einen Höhepunkt des Strums gegen 14:00 Uhr, der auch wie erwartet eingetroffen ist. Deshalb wurde gegen 14:00 Uhr noch einmal Vollalarm für die Technische Einsatzleitung Trier-Saarburg ausgelöst. Als vorbereitende Maßnahme wurden die Feuerwehreinsatzzentralen aller 6 Verbandsgemeinden des Landkreises besetzt. Unwetterbedingte Einsätze wurden dann von der Einsatzleitung des Landkreises Trier-Saarburg koordiniert und durch die Verbandsgemeinden eigenständig abgearbeitet.
Gegen 15 Uhr kam es im Landkreis Trier-Saarburg zu einem flächendeckenden Stromausfall. In einigen Orten der Verbandsgemeinden (VG) Schweich, Ruwer, Trier-Land und Saarburg-Kell (Bereich ehem. VG Kell), später auch der VG Konz fiel der Strom und auch das Handynetz aus. Betroffen waren zeitweise über 15.000 Bürgerinnen und Bürger. Entsprechend wurden die Feuerwehrgerätehäuser der betroffenen Gemeinden besetzt. Die Bevölkerung wurde angewiesen und informiert, im Notfall, die Feuerwehrgerätehäuser der betroffenen Gemeinden aufzusuchen. Dort können erste Hilfeleistungsmaßnahmen eingeleitet und weitere Rettungskräfte alarmiert werden, bspw. der Rettungsdienst bei medizinischen Notfällen.
Zeitweise musste davon ausgegangen werden, dass es zu weiteren Stromausfällen auch im Bereich kritischer Infrastrukturen kommen kann / wird. Dementsprechend wurden vorbeugende und vorbereitende Maßnahmen durch den Einsatzstab getroffen. In Absprache mit der Fachberatung Sanität im Einsatzstab wurde veranlasst, alle Fahrzeuge des Regelrettungsdienstes außerhalb der Hallen abzustellen, um im Alarmfall keine Verzögerung durch elektrische Rolltore zu verzeichnen. Weiterhin wurden verschiedene Notstromaggregate in Bereitstellung vorgehalten.
Gegen 15 Uhr lagen die Spitzenwerte des Orkans im Landkreis Trier-Saarburg bei 115 km/h. Es kam zu verschiedenen Einsätzen wie umgestürzten Bäumen und umherfliegenden Gegenständen. Bis 17:00 Uhr schwächte das Unwetter ab, wobei der DWD einen neuen Höhepunkt für 17:00 bis 18:00 Uhr vorhersagte. Im gesamten Einsatzverlauf wurden über 100 unwetterbedingte Einsätze abgearbeitet. Nennenswerte Einsätze waren vor allem abgedeckte Dächer in Serrig, Hentern, Saarburg, Taben-Rodt und Bekond. In Taben-Rodt drohte ein großes Kaminblech sich vom Dach zu lösen. Die Feuerwehr entfernte das Blech, damit es zu keinen weiteren Gefahren und Schäden kommt. Weiterhin wurden Stromleitungen durch den Sturm oder herabfallende Gegenstände und umgestürzte Bäume erheblich beschädigt. Auch hier waren die Einsatzkräfte an verschiedenen Stellen im Einsatz. Im Landkreis Trier-Saarburg kam es uwnetterbedingt zu mehreren Straßensperrungen unter anderem zwischen Speicher und Zemmer, L142/ K69 zwischen Mandern/Waldweiler, Hirschfelderhof und Weiskirchen, L165 zwischen Hermeskeil und Züsch, L166 zwischen Damflos und Züsch, L149 zwischen Hermeskeil und Nonnweiler und K76 zwischen Kell am See und Grimburg. Unter anderem kam es in Saarburg zu einem Einsatz der Höhrenrettung der VG Saarburg-Kell und des THW. Das letzte Jahr abgebrannte Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung auf dem Schlossberg in Saarburg befindet sich aktuell im Wiederaufbau und ist mit Planen abgedeckt. Teile der Abdeckung haben sich gelöst und wurden von den Höhenrettern wieder befestigt, um größere Schäden zu verhindern. Weiterhin blockierten mehrere Fichten die BAB1 bei Mehring in Fahrtrichtung Köln. In Folge des Sturms ist am Nachmittag eine große Fichte auf die Bahnstrecke bei Wasserlisch gestürzt. Die Bahnstrecke Perl-Trier musste in beide Richtungen gesperrt werden. Ein Regionalzug kollidierte bei der Fahrt mit herunterhängenden Ästen des auf der Oberleitungen liegendem Baum. Verletzte wurde niemand. Es kam zu kleineren Sch&auuml;den am Regionalzug. Die Insassen des Zuges von Perl nach Trier mussten aber Ihre Fahrt abbrechen und wurden versorgt. Die Bundespolizei, der Notfallmanager der Deutschen Bahn und die Feuerwehr Wasserliesch sicherten die Einsatzstelle. Erste Meldungen über ein Feuer am kollidierten Baum konnten nicht bestätigt werden.
Nach Rücksprache mit dem Deutschen Wetterdienst und der Unwetterzentrale Trier, wurde zum Zeitpunkt 16:40 Uhr eine weitere Sturmfront mit Spitzenwerten um die 110 km/h, Tendenz laut DWD steigend, zwischen 17:00 und 18:00 Uhr erwartet. Im Einsatzstab wurden Vorbereitungen getroffen, um Heim-Patienten, die vom Stromausfall betroffen sind und elektrische medizinische Versorgung benötigen, bspw. Beatmungspatienten bei anhaltendem Ausfall zu versorgen. Jedoch konnte gegen 18:00 Uhr diesbezüglich Entwarnung gegeben werden. Presseberichte zum Unwetter von Saar-Mosel-News", Blaulichtnews Trier und Umgebung, Trierscher Volksfreund (10.03.), Trierischer Volksfreund (11.03.), Trierischer Volksfreund (11.03.).
Gegen 22:00 Uhr konnte der Einsatz beendet werden, zu diesem Zeitpunkt hatten wieder fast alle Menschen eine ständige Stromversorgung. Nach Einsatzende sagte der DWD vorraus, dass sich die Wetterlage von orkanartigen Böen der Stufe 11 mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h auf stürmische Böen der Stufe 8 mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 70 km/h entspannt. In der Nacht sinkt die Schneefallgrenze auf unter 100 Meter. Die Vorhersage ist wie erwartet eingetroffen.


Bildergalerie Unwetter im Landkreis


In der VG Ruwer waren die Feuerwehr Mertesdorf, Kasel, Waldrach, Riveris, Farschweiler, Pluwig-Gusterath, Ollmuth, Schöndorf sowie die Wehrleitung und die Facheinheit Führungsunterstützung im Einsatz. In der VG Schweich waren die Feuerwehr Schweich, Longuich, Klüsserath, Kenn, Leiwen, Naurath, Mehring, Fell, Bekond die Wehrleitung und die Feuerwehreinsatzzentrale im Einsatz. In Der VG Saarburg-Kell waren die Feuerwehr Lampaden, Heddert, Kell am See, Zerf, Greimerath, Freudenburg, Saarburg, Beurig, Taben-Rodt, Trassem, Hentern, Ayl, Wincheringen, Serrig, Mandern, Kirf, die Wehrleitung und die Feuerwehreinsatzzentrale im Einsatz. In der VG Hermeskeil waren die Feuerwehr Hermeskeil, Gusenburg, Geisfeld und Grimburg, die Wehrleitung und Feuerwehreinsatzzentrale im Einsatz. In der VG Konz waren die Feuerwehren der Stadt Konz, Könen, Wasserliesch, Kanzem, Pellingen, Filzen-Hamm, Wawern, Oberbillig, die Wehrleitung, Führungsstaffel und Feuerwehreinsatzzentrale im Einsatz. In der VG Trier-Land waren neben der Wehrleitung und Feuerwehreinsatzzentrale die Feuerwehr Igel und weitere Einheiten im Einsatz.

Video der Blaulichtnews Trier und Umgebung


Video der Saar-Mosel-News


17.02.2019 - 05/2019 - B3 - Gebäudebrand
Einsatzbeginn: 03:14 Uhr
Einsatz-Stichwort: B3 - Gebäudebrand
Einsatzort: Mandern
Alarmierte Einsatzkräfte: FF Schillingen
FF Heddert
FF Mandern
FF Waldweiler
FF Kell am See
FF Reinsfeld
FF Hermeskeil
FF Saarburg
KFI stv.
WL VG Saarburg-Kell
WL VG Hermeskeil
FEZ VG Saarburg-Kell
FüSt VG Saarburg-Kell
RD
POL
Einsatzende: 06:45 Uhr

Mandern. Um 03:14 alarmierte die Integrierte Leitstelle Trier eine große Anzahl verschiedener Rettungskräfte nach Mandern. Ein Bürger bemerkte eine starke Rauchentwicklung an einem unbewohnten Gebäude. Sogar sichtbarer Flammenschein an den Fenstern meldete der Bürger der Leitstelle. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte eine starke schwarze Rauchentwicklung aus dem Dach bestätigt werden. Nach gewaltsamer Öffnung der Eingangstür drangen daraufhin mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung in das Innere des Gebäudes vor. Beim Erkunden im Inneren des Brandgebäudes stellte man fest, dass große Teile der Treppe abgebrannt waren. Das Feuer, dass vermutlich im Obergeschoss ausbrach, breitete sich über den Treppenraum auf das Dachgeschoss aus. Herabfallende Brandgüter entflammten auch das Erdgeschoss. Ein erreichen der oberen und unteren Geschosse über das Treppenhaus war nur mithilfe mehrerer Steckleiterteile möglich. Für die Atemschutzgeräteträger war äußerste Vorsicht geboten, da man leicht in unten liegende Stockwerke abstürzen konnte. Im Inneren des Gebäudes wurde ein umfassender Löschangriff durchgeführt. Im Erdgeschoss sowie im Obergeschoss wurden Brände gelöscht. Ein Vordringen bis ins Dachgeschoss war zu gefährlich und kaum möglich. Mithilfe einer Drehleiter wurde daher die Dachhaut geöffnet und dort weitere Brände und Glutnester abgelöscht. Mit zahlreichen Atemschutztrupps wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt. Dabei mussten unter anderem Zwischendecken geöffnet werden. Weitere Atemschutztrupps kontrollierten derweil das angrenzende Gebäude auf mögliche Hitzeentwicklung und Verrauchung. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Aufgrund der niedrigen Temparaturen gefror das Löschwasser auf der Straße, sodass man die Straße wegen des Eigenschutzes mit Streusalz abstreute. Gegen 06:15 konnten alle Brandnester gelöscht werden, sodass der Einsatzleiter den Befehl "Feuer aus" geben konnte. Während des Einsatzes war die Zerferstraße für den Verkehr voll gesperrt. Der Einsatz konnte gegen 06:45 Uhr beendet werden. Pressebericht der Blaulichtnews Trier und Umgebung.

Bildergalerie Gebäudebrand


18:42 11.03.2019
05.02.2019 - 04/2019 - G1 - Ölspur
Einsatzbeginn: 09:34 Uhr
Einsatz-Stichwort: G1 - Ölspur
Einsatzort: Schillingen
Alarmierte Einsatzkräfte: FF Schillingen
WL VG Saarburg-Kell
Einsatzende: 11:00 Uhr

04.02.2019 - 03/2019 - Sonderlage Personensuche
Einsatzbeginn: 04:46 Uhr
Einsatz-Stichwort: Sonderlage Personensuche
Sonderlage Copter-Einsatz
Einsatzort: Desserath
Alarmierte Einsatzkräfte: TEL Trier-Saarburg Facheinheit Copter
ELW 2 Vulkaneifelkreis Daun WL VG Daun
FEZ VG Daun
FF Daun
FF Meisburg
FF Deudelsfeld
FF Weidenbach
FF Wallenborn
BRH Eifel-Mosel
BF Trier RHOT
Polizei
Einsatzende: 07:00 Uhr

Desserath / Daun. Am Montagmorgen um 04:46 Uhr alarmierte die Leitstelle Trier verschiedene Einsatzkräfte nach Desserath, Verbandsgemeinde Daun in die Vulkaneifel. Die Einheiten richteten am Gemeindehaus in Meisburg einen Bereitstellungsraum und die Einsatzleitung ein. Mit verschiedenen Feuerwehreinheiten und einer Wärmebildkamera wurde nach der vermissten Person gesucht. Zur Suche wurden neben Hundestaffeln auch die Facheinheit Copter der Technischen Einsatzleitung Trier-Saarburg angefordert. Kurz nach dem Beginn der Suche konnte die vermisste Person gefunden werden. Damit war der Einsatz für die nicht-polizeilichen Rettungskräfte beendet.


30.01.2019 - 02/2019 - Sonderlage Amtshilfe - Sonderlage TEL-Einsatz
Einsatzbeginn: 30.01.2019, 20:30 Uhr
Einsatz-Stichwort: Sonderlage Amtshilfe
Sonderlage Einsatz nach Rücksprache
Sonderlage TEL-Einsatz
Einsatzort: Igel
Alarmierte Einsatzkräfte: TEL Trier-Saarburg
KFI Trier-Saarburg
KFI stv. Trier-Saarburg
WL VG Trier-Land
FEZ VG Trier-Land
FüSt VG Trier-Land
FF Igel
FF Langsur
FF Liersberg
FF Trier LZ Zewen
BF Trier ELW 2
WAL BF Trier

RD
OrgL
LNA
SEG Führung, Betreuung, SanitätVersorgung
RD OV Saarburg, Konz, Hochwald, Föhren, Schweich
PSNV
Polizei
LKA
Einsatzende: 31.01.2019, 02:00 Uhr

Igel. Am Abend den 30.01.2019 gegen 19:00 Uhr führte das Polizeipräsidium Trier im Rahmen polizeilicher Ermittlungen eine Durchsuchung eines Wohnhauses in der Trierer Straße in Igel durch. Die Ermittler stießen bei der Durchsuchung um 19:15 Uhr auf, im Keller des Mehrparteienhauses gelagerten Sprengstoff. Die Polizei veranlasste daraufhin eine Räumung des Anwesens. Alle Hausbewohner mussten das Anwesen verlassen. Die Polizei alarmierte einen Sprengstoffentschärfer des Landeskriminalamtes zur Einsatzstelle. Dieser stellte fest, dass der Sprengstoff hochgradig explosionsgefährlich ist. Aufgrund der nun vorhandenen Gefahrenlage entschied der polizeiliche Einsatzleiter nun auf Empfehlung des Experten, die Durchfahrtsstraßen für den Verkehr zu sperren und die Anwohner in einem Radius von ca. 200 Metern um den Fundort zu evakuieren. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten der Verbandsgemeinde Trier-Land und des Landkreises Trier-Saarburg alarmiert, darunter der Kreisfeuerwehrinspekteur Christoph Winckler. Dieser veranlasste umgehend die Auslösung des Alarm und Einsatzplanes (AEP) Evakuierung des Landkreises Trier-Saarburg, sodass weitere Einheiten alarmiert wurden.
Polizeikräfte mehrerer Dienststellen sowie Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren sperrten den Gefahrenbereich großräumig ab. Weitere Einsatzkräfte von Feuerwehr und verschiedenen Rettungsdientorganisationen bringen die Anwohner aus dem gefährdeten Bereich in Sicherheit. Im Räumungsradius mussten zwischen 300 und 400 Menschen ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft wurde einegrichtet. Dort wurde die geräumte Bevölkerung durch den Rettungsdienst oder durch die Psychosoziale Notfallversorgung betreut. Bei einer Betreuung von mehr als 100 unverletzten Personen, befindet sich der Einsatz in Alarmstufe 5, weswegen nach AEP auch die Technische Einsatzleitung alarmiert wurde. Nachdem alle Schutzmaßnahmen abgeschlossen waren, entschied die Einsatzleitung von Polizei und Feuerwehr, den Sprengstoff aus dem Wohnanwesen zu entfernen und in sicherer Umgebung kontrolliert zu sprengen. Die Technische Einsatzleitung Trier-Saarburg unterstütze die Führungsstaffel, Wehrleitung und die Kreisfeuerwehrinspektion währenddessen bei der Führung des Einsatzes. Nachdem der Sprengstoff in einen für die Bevölkerung ungefährlichen Bereich verbracht wurde, konnte die Bevölkerung in Ihre Häuser zurückgeführt werden.
In einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Trier, schließt diese nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen einen politisch motivierten Hintergrund der handelnden Personen aus. Bisher hat die Polizei eine Person aus dem Anwesen wegen des Verdachts eines Sprengstoffvergehens festgenommen. Von den Sperrungen betroffen waren die B 49 und die Trierer Straße sowie mehrere Nebenstraßen. Auch der Bahnverkehr war betroffen und wurde vorrübergehend eingestellt. Der Einsatz war für den Großteil der Kräfte gegen 02:00 Uhr beendet.

Bildergalerie Sonderlage Sprengstofffund


Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Trier vom 31.01.2019 - 16:00 Uhr:
Sprengstofffund in Igel gingen intensive Ermittlungen einer Sonderkommission der Kriminaldirektion Trier unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Trier voraus. Die dem Sprengstofffund zugrunde liegende Straftat ereignete sich in der Zeit zwischen dem 21. Dezember 2018 und dem 2. Januar 2019, den Betriebsferien der Firma. In einen regionalen Betrieb, zu dessen Arbeitsfeld der Einsatz von Sprengstoffen gehört, wurde in der Vergangenheit mehrfach eingebrochen. Bei einem Einbruch im Januar 2018 entwendeten die Täter verschiedene Arbeitsgeräte; zudem besteht der Verdacht, dass sie am Motor eines Spezialfahrzeuges manipulierten, so dass dieses wenige Tage später in Brand geriet. Bei einem zweiten Einbruch im September 2018 durchsuchten die Täter verschiedene Behältnisse, ohne jedoch etwas Stehlenswertes zu finden. Bei dem dritten Einbruch, der während der oben genannten Betriebsferien stattfand, stahlen die zunächst unbekannten Einbrecher hochwertige Werkzeuge sowie Sprengstoff, Zündverstärker und sprengfähige Substanzen in einer Menge von insgesamt etwa 50 kg. Zur Ermittlung dieser Straftat richtete das Polizeipräsidium Trier am 7. Januar eine Sonderermittlungsgruppe, später eine Sonderkommission bei der Kriminaldirektion Trier mit bis zu 20 BeamtInnen ein. Die akribisch geführten Ermittlungen führten letztlich zu einem Tatverdacht gegen mehrere junge Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren, die alle im Raum Obermosel beheimatet sind und die deutsche bzw. luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzen. Am gestrigen 30. Januar durchsuchten die Sonderermittler in einer konzertierten Ermittlungsaktion insgesamt neun Anwesen. In dem Haus in der Trierer Straße in Igel fanden die Beamten in der Nacht zuletzt nahezu die gesamten gestohlenen Sprengmittel und einen Großteil der hochwertigen Werkzeuge. Eine kleinere Menge der verschiedenen Substanzen hatten die Täter zu Testzwecken bereits an abgelegenen Stellen gezündet. Drei Tatverdächtige, von denen zwei an dem Sprengstoffdiebstahl beteiligt waren, wurden vorläufig festgenommen. Die Evakuierung der Menschen in Igel gestern Abend wurde deshalb erforderlich, weil bei der Durchsuchung eine selbstgebaute sogenannte USBV (unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung) gefunden wurde, die offenbar aus den entwendeten Materialien selbst zusammengebastelt war. Deren Gefährdungspotenzial machte die Maßnahme erforderlich. Zum Motiv der Tatverdächtigen kann zurzeit noch nichts gesagt werden. Ausgeschlossen werden können jedoch politische oder religiöse Motive. Die Vernehmungen der Tatverdächtigen sowie weitere Ermittlungen dauern zurzeit noch an. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier werden die Festgenommenen im Laufe des Nachmittags dem Haftrichter am Amtsgericht Trier vorgeführt.

Video des Trierischen Volksfreund zum Sprengstoffund



26.01.2019 - 01/2019 - B3 - Gebädebrand
Einsatzbeginn: 14:20 Uhr
Einsatz-Stichwort: B3 - Gebäudebrand
Einsatzort: Lorscheid
Alarmierte Einsatzkräfte: TEL Trier-Saarburg
KFI Trier-Saarburg
KFI stv. Trier-Saarburg
WL VG Ruwer
WL stv. VG Ruwer
WL VG Hermeskeil
FFU VG Ruwer
FF Lorscheid, Farschweiler, Herl, Holzerath, Kasel, Mertesdorf, Osburg, Thomm, Waldrach, Pluwig-Gusterath
FF Hermeskeil, Bescheid
BF Trier LZ 2
BF Trier CBRN-ErKw
GSZ Trier-Saarburg Teileinheit GW-A

RD
OrgL
LNA
SEG Führung, Betreuung, Sanität, Gesundheit, Versorgung
RD OV Saarburg, Konz, Hochwald, Föhren, Schweich
PSNV
Polizei
Einsatzende: 22:30 Uhr

Lorscheid. Am Samstag, 26.01.2019, gegen 14:20 Uhr alarmierte die Leitstelle Trier nach Alarm und Ausrückeordnung verschiedene Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten zu einem gemeldeten Gebäudebrand nach Lorscheid in der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer. Nachbarn meldeten der Integrierten Leitstelle Trier Feuer in einem Wohnhaus in der Hauptstraße. Mehrere Notufe berichteten der Leitstelle von aufsteigendem Rauch und erstem Flammenschlag. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte erkundeten die Lage. Dabei stellte sich heraus, dass in dem Gebäude, dessen Dachstuhl und Obergeschoss in Vollbrand stand, noch eine Person vermutet und vermisst wurde.
"Zeugen haben uns berichtet, dass es wohl noch einen Bewohner gibt, der im Haus sein muss. Zwei Bewohner haben versucht den 65 Jahre alten Mann zu retten, aber die Brandentwicklung von Flammen und Hitze waren zu groß" erklärt Uwe Konz, Pressesprecher der Polizei vor Ort. Die zwei Ersthelfer erlitten eine Rauchgasvergiftung und wurden vom Rettungsdienst behandelt. Bei einem Brand, bei dem Menschenleben in Gefahr sind oder vermutet werden, steht die Menschenrettung immer vor der Brandbekämpfung. Entsprechend drangen mehrere Atemschutztrupps ins Innere des Gebäudes vor, um die vermisste Person zu suchen. Bei Auffinden der 65-jährigen Person wurde diese durch Kräfte der Feuerwehr aus dem Gebäude verbracht. Es konnte jedoch nur noch der Tod festgestellt werden. Nach Polizeiangaben starb der Mann an einer Rauchgasvergiftung.
Zeitgleich mit der Suche des Vermissten Mannes wurde auch ein Löschangriff gestartet. Dieser war notwendig, da das Haus in einer Reihe mit mehreren weiteren Wohnhäusern stand. Nachdem der Bewohner aus dem Haus geborgen wurde kam es zu einer Durchzündung. Aufgrund dessen wurde danach nur noch ein Löschangriff von Außen durchgeführt. Dank der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Gebäude verhindert werden. Allerdings wurden beide Gebäude dennoch durch das Feuer und die massive Hitzeentwicklung beschädigt. Mit drei Drehleitern aus Waldrach, Hermeskeil und der Berufsfeuerwehr Trier wurde schließlich Dachstuhl und Obergeschoss abgelöscht. Im Einsatzverlauf wurde durch die Feuerwehr verschiedene Stellen des Gebäudes gewaltsam geöffnet, um Glutnester abzulöschen. Mit Einbruch der Dunkelheit war das Feuer soweit unter Kontrolle.
Während des Einsatzverlaufes meldeten sich 9 Menschen beim Rettungsdienst und klagten über Atemnot. Diese mussten vor Ort ärztlich behandelt werden. Leider zog sich während der Löscharbeiten auch ein Feuerwehrmann Verletzungen zu und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. In einer nahegelegenen Gaststätte wurden die Menschen betreut und behandelt. Dazu kamen verschiedene Schnelleinsatzgruppen des Rettungsdienstes zum Einsatz.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung dazu aufgefordert alle Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten und Rundfunk und Fernsehen einzuschalten. Die Polizei führte im Ort entsprechende Lautsprecherdurchsagen durch. Zudem wurde im modularen Warnsystem die WarnApp NINA (Notfall Informations- und Nachrichtenapp) mit einer entsprechenden Meldung ausgelöst. Zu Beginn des Einsatzes wurden aufgrund der Rauchentwicklung mehrere Gebäude geräumt und dessen Bewohner in einem nahegelegenen Lokal untergebracht und durch Kräfte des Rettungsdienstes und der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) betreut. Fußtrupps der Feuerwehr waren in der restlichen Nachbarschaft unterwegs um die Bewohner zu warnen. Ebenfalls wurden diese befragt, ob Beschwerden jeglicher Art zu beklagen sind. In einem solchen Fall hätte der Rettungsdienst frühzeitig eingreifen können, allerdings waren in der befragten Nachbarschaft keine Beschwerden durch den Brand zu beklagen. Gegen 19:30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Bedingt durch die Wetterlage konnte der starke Rauch nicht abziehen und wurde zurück in die Ortschaft gedrückt. Dadurch war ein Vorgehen, im Innen- sowie im Außenangriff nur mit umluftunabhängigem Atemschutz möglich. Eine entsprechend hohe Anzahl an Atemschutzflaschen und Atemschutzgeräteträgern kamen hier zum Einsatz. Mit einem sogenannten CBRN-Erkundungswagen wurden verschiedene Messungen und Messfahrten durchgeführt. Die Luftmessungen der Feuerwehr erbrachten aber keine gesundheitsschädlichen oder für die Bevölkerung gefährlichen Werte.
Die Technische Einsatzleitung (TEL) bildete zusammen mit der Führungsstaffel der VG Ruwer die Einsatzleitung Lorscheid und unterstütze den Wehrleiter und KFI bei der Leitung des Einsatzes und der Führung der Einsatzkräfte. Regelmäßig wurden Lagebesprechungen durchgeführt. Mit der Drohne der TEL wurde das Brandgeschehen aus der Luft begutachtet und sich ein Bild der Lage gemacht. Der Rettungsdienst versorgte die Einsatzkräfte und Betroffenen mit warmen Getränken und einer warmen Mahlzeit. Die Ortslage war für die gesamte Einsatzdauer voll gesperrt. Die Höhe des entstandenen Sachschaden ist noch nicht bekannt. Gegen 21:00 Uhr war der Einsatz für ein Großteil der Einsatzkräfte beendet. - Pressebericht der Saar-Mosel-News, des Trierischen Volksfreund, der Agentur-SIKO und der Blaulichtnews Trier und Umgebung.

Bildergalerie Gebäudebrand Lorscheid


Video der Blaulichtnews Trier und Umgebung zum Gebäudebrand Lorscheid



Video der Saar-Mosel-News zum Gebäudebrand Lorscheid