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Die Freiwillige Feuerwehr Schillingen sucht neue Mitglieder!

Zur Gewinnung neuer Mitglieder startete die Freiwillige Feuerwehr Schillingen im Mai 2017 eine Mitgliederkampagne. Alle Updates und eine Sammlung der Aktionen findet ihr hier.


MITGLIEDERWERBUNG - TEIL 23

Mit Hashtag und QR-Code zu neuen Mitgliedern

Mitgliederkampagne der Freiwilligen Feuerwehr Schillingen voller Erfolg

Schillingen. Zufrieden blickt der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Schillingen, Sebastian Merten, auf das vergangene Jahr 2017 zurück. Es ist Jahreshauptversammlung der Schillinger Wehr und die knapp 34 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer sind anwesend. Letztes Jahr waren es noch 25. Der Mitgliederzuwachs von 9 neuen Feuerwehrangehörigen ist Hauptthema des Abends. Zu verdanken ist das der offensiven Öffentlichkeitsarbeit und der einjährigen Mitgliederkampagne.
"Die Feuerwehr Schillingen hatte 2017 noch kein Mitgliederproblem", erklärt uns Sebastian Merten. "Wir befanden uns sogar in der glücklichen Lage uns über die Einsatzbereitschaft und sogar über unsere Tagesalarmbereitschaft keine Sorgen machen zu müssen. Wenn der Piepser uns alarmierte, waren immer genügend Kameraden verfügbar. Einmal sind wir sogar mit 24 von 25 Mann zu einem Einsatz ausgerückt und der andere war abgemeldet", erinnert er sich. Eine Antwort, die man so nicht erwartet. So ist doch mittlerweile fast jede Feuerwehr in unserer Großregion von sinkenden Mitgliederzahlen und sogar akutem Mitgliedermangel betroffen. Zwar ist 25 keine hohe Mitgliederzahl, gibt Merten zu, aber konnte er sich darauf verlassen, dass auch immer alle kommen, so Merten weiter. "Auch wir unterliegen einer Zufallsbereitschaft und wissen vorher nicht wer zu einem Einsatz kommt und wer nicht. Aber gäbe es viele Feuerwehren, die 30 oder mehr Feuerwehrangehörige haben, bei denen man schon vor einem Alarm wisse, dass 10 nicht kommen, erklärt uns Merten das Problem, der "Karteileichen", wie er solche Mitglieder selber nennt. "Davon hat die Feuerwehr Schillingen zum Glück keine".
Dennoch ging die Feuerwehr Schillingen Anfang 2017 in die Offensive. "Zwar hatten wir aktuell keinen Mangel an Kameraden, aber sind wir da in Zukunft nicht vor geschützt", sagte Michael Mai, stellvertretender Wehrführer der Schillinger Wehr. "Einige Kameraden sind nicht mehr die jüngsten und aus der Jugendfeuerwehr mit aktuell 11 Mitgliedern konnte auch schon seit 5 Jahren niemand mehr in die aktive Wehr übernommen werden. Mit der Kampagne wollten wir uns für die Zukunft rüsten, damit wir so schnell erstmal nicht in Bedrängnis kommen". Eine Bedrängnis, die viele Feuerwehren in Rheinland-Pfalz nur zu gut kennen.
"Die Ideen zu den einzelnen Aktionen der Kampagne hatten wir schon seit langem", erklärt uns Christian Scholz, Pressesprecher (S5) der Feuerwehr Schillingen. "Als wir beschlossen haben die Mitgliederaktionen durchzuführen, haben wir die Ideen dann zu Ende gedacht". Dabei sei den Schillingern vor allem wichtig gewesen, dass sie sich von der bekannten Standard Mitgliederwerbung abheben. Sprüche wie 'Deine Heimat, deine Feuerwehr', 'Keiner da, der uns fährt' oder 'Wir brauchen dich', sehe man oft genug, so Scholz. Aus Gesprächen mit der Bevölkerung wisse man, dass diese nicht gut ankommt, da diese Art der Werbung einem den Feuerwehrdienst fast schon aufzwingt. "Wir wollten der Bevölkerung zeigen, dass wir modern sind und zwar auf so vielen Wegen wie möglich. Vor allem wollten wir aber vermitteln, dass man ruhig unverbindlich und zwanglos bei uns vorbeischauen kann", so Scholz weiter zur Planung der Kampagne.
Die Verantwortlichen betonen, dass der direkte Kontakt mit der Bevölkerung für die Mitgliedergewinnung in der Feuerwehr zwar unverzichtbar sei, aber mit jedem Reden könne man auch nicht. "Jeden mit unserer Botschaft erreichen, kann man aber schon", so Merten zur ersten Aktion. Man hat Flyer im Postkartenformat bedrucken lassen. Die Vorderseite zeigte ein Bild der Mannschaft der Feuerwehr Schillingen, mit dem Spruch 'Freundschaft, Kameradschaft, Teamgeist' mit weiteren Informationen auf der Rückseite. Diese verteilten die Feuerwehrangehörigen nachts in den Briefkästen aller Bewohner des Hochwalddorfes.
Die zweite Aktion ließ nicht lange auf sich warten. "Man muss immer wieder aufs Neue präsent sein, um den Leuten langfristig in Erinnerung zu bleiben", glaubt Michael Mai. "Deswegen haben wir unsere Aktionen im Rhythmus von einem Monat durchgeführt." Dabei habe man bei der zweiten Aktion die Neugier des Menschen ausgenutzt. In der Nacht vor der Schillinger Kirmes, hing die Feuerwehr Schillingen unbemerkt knapp 60 QR-Codes auf dem Kirmesplatz auf. Damit setzt die Wehr auf neue Medien und spricht damit vor allem eine jüngere Zielgruppe an. "Aber die Neugier war bei Jung und Alt gleichermaßen geweckt", sagt Mai. "Der Kirmesplatz hing voll mit DIN-A4 großen Blättern, die ausschließlich mit QR-Codes bedruckt wurden. Die hat nicht nur jeder gescannt, auch gesprochen wurde darüber viel."
Der Hinweis, dass die Feuerwehr Schillingen die passenden Klamotten für Jedermann hat, zeigte Offenbar Wirkung. Zum Nachdenken anzuregen, war ein weiteres Ziel. "Wir wollten, dass die Bürger durch eigenständiges Nachdenken, selbst bemerken, dass wir Unterstützung brauchen. Das hat einen nachhaltigeren Effekt".
Banner hing die Feuerwehr Schillingen auch auf, für 2 Monate an die Ortseingänge. Eines der Banner zeigte einen Schillinger Feuerwehrmann mit Rettungsspreizer, der gerade die Beifahrertür eines deformierten PKW öffnete. Dazu der Spruch: 'Auch du kannst was bewegen'. "Den Spreizer kann mit ein wenig Übung jeder benutzen", verdeutlicht Sebastian Merten die Botschaft. Insgesamt 12 Werbemotive hat die Feuerwehr Schillingen in dieser Art entworfen und für die Mitgliederkampagne genutzt.
Es folgte weitere Werbung wie beispielsweise in der Wochenzeitung Wochenspiegel. Einen witzigen, teils sarkastischen Text in Form einer Stellenausschreibung hat die Feuerwehr drucken lassen und in den Wochenspiegel gelegt. "Im Oktober ging dann unsere Facebook-Seite online", so Scholz, der die Seite betreut. "Damit haben wir unsere Reichweite nochmals um ein Vielfaches erhöht. Vor allem aber versuchen wir damit gezielt junge Leute zu erreichen. Gleichzeitig sinkt auch die Hemmschwelle uns zu kontaktieren". Zeitgleich mit der Facebook-Seite überraschte aber auch der heimische Bäcker. Mitgliederwerbung hat man auch auf Brötchentüten bedruckt. "Mit solchen Kommunikationskanälen rechnet niemand, so wird die Wirkung verstärkt", sagt Pressesprecher Scholz.
Über den Hashtag #WirFürSchillingen, Social-Media-Nutzung wie Facebook und YouTube bis hin zu Werbepräsenz an St. Martin und erstem Mai. "Da hat man die Tradition für sich genutzt", so Ehrenwehrleiter der VG Kell am See, Bruno Merten zur Idee ein Schillinger Adventsfenster bei der Feuerwehr auszurichten. Auch das neue Einsatzmittel unserer Wehr, eine Drohne machte uns bei den Bürgern publik. Die Idee sich an der Kappensitzung mit einem Auftritt zu präsentieren, scheiterte an der aufwendigen Umsetzung, so Merten. Diesen Part übernahm dann aber überraschend die Feuerwehr Heddert an der närrischen Sitzung in Schillingen. Mit einer lustigen Einlage und lustigen Sprüchen wie 'Ist deine Frau mal wieder quer, geh zur Schillinger Feuerwehr', wurde noch einmal und zum Abschluss die ganze Aktion in Erinnerung gerufen. Weiterhin konnte die Wehr am Rosenmontagsumzug in Schillingen die Einsatzmittel vorführen, Postkarten verteilen und in direkten Kontakt mit den Bürgern treten. Dorfgespräch war die Aktion schon lange.
"Ehrenamtlich zu helfen war für mich der Grund beizutreten. Hilfsbereitschaft ist heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr", teilt uns Florian Heubaum mit. Er ist seit Oktober Feuerwehrmannanwärter und bereut es, nicht früher zur Feuerwehr gegangen zu sein.
Die Arbeit und die Mühe hat sich gelohnt, da sind sich alle einig. Neun neue Feuerwehrkameraden unterstützen jetzt die Schillinger Wehr. Einer davon war schon in einer anderen Wehr aktiv, ist voll ausgebildet und war direkt einsatzfähig, hebt Merten hervor. Weiterhin einer hatte schon den Grundlehrgang absolviert und drei weitere brachten Kenntnisse aus der damaligen Jugendfeuerwehrzeit mit. Alle Neueinsteiger sind Quereinsteiger und kamen aufgrund der Kampagne. Sie seien mittlerweile schon eingekleidet und für Lehrgänge gemeldet. "Platz für Interessenten gibt es aber nach wie vor", sagt Merten abschließend. Auch weiterhin könne jeder unverbindlich bei der Feuerwehr Schillingen vorbeikommen und sich den Feuerwehrdienst anschauen, auch wenn er dann feststelle, dass ihm das Ehrenamt doch keinen Spaß mache. Aktuell kann man die Kampagne noch in den ortsansässigen Gaststätten anschauen. Dort bekommt man seine Getränke auf Bierdeckeln mit Werbemotiv der Wehr serviert. - Bericht der Blaulichtnews Trier und Umgebung

Mitgliederwerbung

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Mitgliederwerbung

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Die voerst letzte Werbeaktion führten wir in der Karnevalssaison durch. Bei der Absicherung des Rosenmontagsumzuges konnten wir noch einmal einem breiten Publikum unsere Werbemittel präsentieren. Neben den an Fahrzeugen angebrachten Bannern, verteilten wir auch weiterhin unsere Postkarten und Stellenausschreibungen. Weiterhin konnte direkt vor Ort mit der Bevölkerung gesprochen werden. Die Kappensitzung nutzten wir ungewollt auch für uns. Neben den dort ausgelegten Bierdeckeln rückte uns ein Auftritt der Feuerwehr Heddert ins Rampenlicht. Auf eine lustige Art und Weise ließen die Jecken der Feuerwehr Heddert unsere Kampagne an der Kappensitzung revue passieren. Ein großes Dank an dieser Stelle, denn unser eigener Auftritt scheiterte leider an der aufwendigen Umsetzung. Im März wird die Kampagne offiziell abgeschlossen werden. Folgen werden lediglich noch weniger Werbemotive.

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MITGLIEDERWERBUNG - TEIL 19

Mit unserer vorletzten Mitgliederaktion, ist das Ende der Mitgliederkampagne 2017/2018 schon in Sicht. Wenn du noch unentschlossen bist, kannst du dir bei einem kühlen Bitburger, den Beitritt zur Feuerwehr noch einmal überlegen. Leckere Getränke werden in den ortsansässigen Gaststätten Gasthaus Maßem, Spießbratenhalle Schillingen und Beim Albert ab sofort auf den Bierdeckeln der Feuerwehr Schillingen serviert.

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Schillingen. Das erste lebendige Adventsfenster bei der Feuerwehr Schillingen war ein voller Erfolg. Im Rahmen unserer Mitgliederkampagne 2017 / 2018 richteten wir am 16. Dezember erstmalig ein solches Vorweihnachtsfest bei der Feuerwehr aus. Bürgerinnen und Bürger aus Schillingen, Heddert und Umgebung tragen sich am Gerätehaus in Schillingen, um zusammen Gemeinschaft zu pflegen und Zeit zu teilen. Durch die Aktiven der Feuerwehr und die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Schillingen wurde im und am Gerätehaus eine warme und besinnliche Atmosphäre geschaffen und zusammen mit den Teilnehmern das 16. Fenster geöffnet. Unser Fenster enthielt ein kleines Programm unserer Jugendfeuerwehr. Mit musikalischer Begleitung stimmten wir drei Weihnachtslieder an. Weiterhin wurde durch die Jugendfeuerwehr drei Geschichten vorgetragen, zu unserem ausgesuchten Thema "Stern". Zum Ende des Programms stimmten wir gemeinsam mit den Teilnehmern und dem Lied "Wir sagen euch an" den dritten Advent an und entzündeten an unserem selbstgebasteltem "Feuerwehr-Adventskalender" das dritte Licht. Anschließend wurde die Vorweihnachtszeit bei Glühwein, Kinderpunsch und Gebäck gemeinsam eingestimmt.



MITGLIEDERWERBUNG - TEIL 15

Mitgliederwerbung

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Alle Frühaufsteher und Liebhaber frischer Teigwaren werden wohl bemerkt haben, dass die Feuerwehr Schillingen seit heute auch im Handel erhältlich ist - und zwar in Form von Brötchentüten! In Kooperation mit dem Schillinger Backhörnchen und dem Frischemarkt Heinz ist auf deren Brötchentüten eine begrenzte Zeit lang eines unserer Werbemotive zu sehen. Dies ist die November-Aktion unserer monatlichen Werbekampagne 2017/2018 zur Gewinnung neuer Mitglieder. Die Feuerwehr Schillingen bedankt sich bei unseren Kooperationspartnern und wünscht allen einen guten Hunger!

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Im Rahmen der Mitgliederkampagne 2017-2018 veröffentlichten wir Ende September unsere Facebook-Seite der Feuerwehr Schillingen. Damit können wir unsere Reichweite stark erhöhen. Neben ausführlichen Berichterstattungen wird es auf der Facebook-Seite auch Informationen geben, die sich auf der Webseite nicht finden lassen.

Drohne vor MZF TEL

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Du bist an den Ortseingängen von Schillingen auf unsere Banner aufmerksam geworden und möchtest bei uns Mitglied werden? Hier auf unserer Webseite findest du dazu alle wichtigen Informationen. Starte heute noch damit uns und anderen zu helfen und kontaktiere die Feuerwehr Schillingen: Kontaktieren kannst du uns an jedem Übungstermin (Termine im Hochwaldboten) im Feuerwehrgerätehaus Schillingen, unter der E-Mail WF@feuerwehr-schillingen.de oder unter 0173 / 6678085. Schaue doch einfach mal zwanglos bei uns vorbei.

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MITGLIEDERWERBUNG - TEIL 06

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Scan mich, informier dich und hilf uns - trete der Feuerwehr Schillingen bei. Aktuell hängen in Schillingen und auf der Schillinger Kirmes QR-Codes, die dich auf die Webseite der Feuerwehr Schillingen weiterleiten. Hier kannst du dich darüber informieren warum unsere Arbeit so wichtig ist und das wir neue Mitglieder suchen, um auch in Zukunft effektiv Hilfe leisten zu können.



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MITGLIEDERWERBUNG - TEIL 03

Die FEUERWEHR SCHILLINGEN steht für eine Gemeinschaft, die Menschen Hilfe leistet unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und Ansehen der Person. Damit wir auch noch in Zukunft effektiv Hilfe leisten können brauchen wir Nachwuchs. Komm vorbei, denn auch DU kannst Hilfe leisten! Wirf einen Blick in deinen Briefkasten und kontaktiere uns, wenn du Interesse hast.

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MITGLIEDERWERBUNG - TEIL 02

Mitgliederwerbung

MITGLIEDERWERBUNG - TEIL 01

Der Trierische Volksfreund startete vor kurzem eine Kampagne, die dazu beitragen soll Bürger über das Thema Feuerwehr / Ehrenamt / Hilfsorganisationen aufzuklären und aufzuzeigen, wie dringend Mitglieder bei den ehrenamtlichen Hilfsorganisationen benötigt werden. Dazu erschienen am 02.03.2017 folgende 4 Zeitungsberichte.

Presse

Wenn's brennt und niemand mehr ausrückt

(Trier) Den freiwilligen Feuerwehren geht der Nachwuchs aus. Die Folgen sind alarmierend.

Stell dir vor, es brennt und niemand rückt mehr zum Löschen aus: Noch ist das ein Alptraumszenario. Doch längst klagen auch in Rheinland-Pfalz immer mehr freiwillige Feuerwehren über Nachwuchssorgen. Laut Mainzer Innenministerium ist die Zahl der ehrenamtlichen Feuerwehrleute innerhalb von gut zehn Jahren von 60.000 auf 51.000 gesunken. Und ein Ende des Abwärtstrends ist nicht in Sicht. "Es gibt weiter mehr Entpflichtungen alt gedienter Feuerwehrleute als Neuverpflichtungen", sagt der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Frank Hachemer. Ideen, wie den Nachwuchssorgen begegnet werden kann, gab es in der Vergangenheit einige. So hat das Land etwa die freiwillige Altersgrenze von 60 auf 63 Jahre erhöht. Inzwischen denkt Innenminister Roger Lewentz (SPD) schon über eine weitere Anhebung - "grob gesagt bis 67" - nach. Weil die Menschen heute länger fit sind, können sie auch länger in einem mitunter anstrengenden Ehrenamt aktiv sein. Zudem sind in vielen Dörf ern tagsüber kaum Feuerwehrleute vor Ort, weil sie anderswo arbeiten. "Warum sollten da nicht im Dorf lebende Rentner für den Erstangriff ausrücken?", fragt der Innenminister. Der Bitburg-Prümer Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch spricht angesichts der Situation von einer "Zufallsbereitschaft", weil man mancherorts bei einem Einsatz nicht wisse, ob auch ausreichend Feuerwehrleute da seien. Um dem vorzubeugen, würden bei einem Einsatz heute oftmals mehrere Feuerwehren gleichzeitig alarmiert. Umgekehrt werden laut Larisch bei einem Brand auch schon mal Feuerwehrleute aus anderen Dörfern alarmiert, wenn diese vor Ort arbeiten. Trotz aller Bemühungen kommt es schon mal zu kritischen Situationen. So berichtet ein Feuerwehrmann aus dem Altkreis Bitburg von einem Einsatz, bei dem das Löschfahrzeug nicht ausrücken konnte, weil kein Feuerwehrmann mit LKW-Führerschein vor Ort gewesen sei. Gottseidank hatte nur ein Rauchmelder wegen angebrannten Essens ausgelöst. "Hätte es sich um einen richtigen Gebäudebrand gehandelt", so der Feuerwehrmann, "wären wir in die Bredouille gekommen." In immer mehr Kommunen wird inzwischen nach Angaben des Landesfeuerwehrverbands darüber nachgedacht, Hauptamtliche als Wehrleiter oder Gerätewarte einzustellen, "um Personalengpässe aufzufangen", wie Frank Hachemer sagt. Der Verbandspräsident glaubt zudem, dass mehr Frauen und auch mehr Menschen mit Migrationshintergrund für die Feuerwehren gewonnen werden könnten. Würde alles nichts helfen und die Freiwilligen Wehren weiter an Zuspruch verlieren, könnten Männer zwischen 18 und 60 Jahren nach dem rheinland-pfälzischen Brandschutzgesetz für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst sogar zwangsverpflichtet werden. Aber das sei nur als Ultima Ratio denkbar, sagt Innenminister Roger Lewentz.

Presse

Extra: Feuerwehr in Zahlen

Bei den 2250 Freiwilligen Wehren in Rheinland-Pfalz sind 51.000 Feuerwehrleute aktiv. Knapp sechs Prozent davon sind Frauen. Daneben gibt es fünf Berufsfeuerwehren mit 800 hauptamtlichen Feuerwehrleuten. In der Region Trier hat nur Trier eine Berufsfeuerwehr. Dem Feuerwehrnachwuchs mit landesweit 1100 Jugendwehren gehören 11.300 Mädchen und Jungs an. - Trierischer Volksfreund"



Nachwuchs verzweifelt gesucht

(Trier/Koblenz) Sie retten Leben, löschen Brände, bergen Opfer: Die Arbeit der Feuerwehr ist immens wichtig. Doch die Zahl der Feuerwehrleute in Rheinland-Pfalz sinkt. Um Jugendliche zu gewinnen, muss allerhand getan werden.

Trier/Koblenz (dpa) Demografischer Wandel und Wegzug junger Leute: Die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz suchen permanent nach Nachwuchs. Ganz einfach ist das nicht, Engagement und Präsenz ist an vielen Ecken und Enden nötig, um junge Menschen zu begeistern. "Wir brauchen Nachwuchs, das steht außer Frage", sagt der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz, Eckhard Schwabe. Von einem flächendeckenden Mangel im Land könne aber keine Rede sein. Es gebe Löschzüge vor allem mit Älteren, andere mit vielen Jungen. Und doch: "Man muss etwas tun, um Nachwuchs zu bekommen. Man muss auf sich aufmerksam machen", sagt Schwabe. Laut Verband sank die Zahl der Feuerwehrleute im Land von etwa 55 000 im Jahr 2012 auf nunmehr rund 51 000. Bei den Jugendfeuerwehren sieht es ganz ähnlich aus: Hatten sie vor rund zwölf Jahren noch etwa 15 000 Mitglieder, waren es zuletzt noch rund 11 300, wie Landesjugendfeuerwehrwart Matthias Görgen sagt. "Da schlägt der demografische Faktor durch." Schwabe zufolge ist es auch schon vorgekommen dass Kommunen mangels Feuerwehrleuten Menschen zum Feuerwehrdienst verpflichtet haben. In einigen Fällen habe das neuen Schwung gebracht. "Aus der Pflichtfeuerwehr wird dann wieder eine freiwillige Feuerwehr." Einige Arbeitgeber sähen es zudem nicht gerne, wenn sich Mitarbeiter in der Feuerwehr engagierten und im Notfall raus müssten. Deswegen gehe man auch in Betriebe und informiere über die Arbeit der Feuerwehr. Allzu schwarz wollen Schwabe und Görgen das Bild aber nicht malen. Der Verbandssprecher betont: "Der Schutz der Bevölkerung ist zu jedem Moment gewährleistet." Und es sei ungeachtet der Suche nach Nachwuchs stets genügend Personal vorhanden, um die sogenannte "Acht-Minuten-Hilfeleistungsfrist" einzuhalten. Diese sehe vor, dass spätestens acht Minuten nach einer Alarmierung wirksame Hilfe geleistet werden müsse. Görgen unterstreicht, die Jugendfeuerwehr sei trotz des Mitgliederrückgangs in mehr oder weniger jedem Ort vertreten und könne so Jugendliche binden. Die seien zwischen zehn und 16 Jahren alt. Der Feuerwehrverband biete Seminare für Jugendwarte an, um sie zu unterstützen. "Wir versuchen auch, uns für neue Mitglieder zu öffnen", sagte Görgen. Es habe beispielsweise gemeinsam mit der Aktion Mensch Projekte mit Jugendlichen mit Handicaps sowie Projekte mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund gegeben. Doch wie viele Jugendliche bleiben der Feuerwehr länger treu? Etwas mehr als 20 Prozent der Mitglieder der Jugendfeuerwehren gingen in den aktiven Feuerwehrdienst, sagte Görgen. Immer wieder zögen junge Menschen wegen der Arbeit oder eines Studiums weg. Künftig wolle man enger mit anderen Landesverbänden kooperieren, damit sie dann auch anderswo aktiv bleiben könnten. Bei Mädchen, die insgesamt ein Viertel der Mitglieder in der Jugendfeuerwehr in Rheinland-Pfalz ausmachten, blieben indes deutlich weniger bei der Feuerwehr. Görgen: "Da sehen wir noch Potenzial, das wir ausschöpfen können." - Trierischer Volksfreund

Presse

Wie werde ich Feuerwehrmann?

(Trier) Früh übt sich, wer eine gute Feuerwehrfrau oder ein guter Feuerwehrmann werden will. Vielerorts können Kinder schon ab acht Jahren der Bambinifeuerwehr oder ab zehn Jahren der Jugendfeuerwehr beitreten.

Ab 16 Jahren wird es dann richtig ernst, wenn die Nachwuchsfeuerwehrleute, aber natürlich auch Neueinsteiger, in den aktiven Dienst eintreten. Ansprechpartner, Adressen und Termine können bei den örtlichen Feuerwehren erfragt werden oder stehen auf deren Internetseiten. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Feuerwehrverbands Chefs Frank Hachemer kann man eigentlich in jedem Alter sowie zu jeder Zeit einer Feuerwehr beitreten. Erst mit 63 Jahren ist Schluss mit dem ehrenamtlichen aktiven Dienst. Wer in die Feuerwehr eintritt, macht erst eine Grundausbildung - in der Regel an vier Freitagabenden und vier Samstagen. Hinzu kommen später noch Ausbildungen bei der jeweiligen Feuerwehr. In der Regel ist die Grundausbildung nach zwei Jahren beendet; dann kann man zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann befördert werden. Danach können sich die freiwilligen Feuerwehrleute noch spezialisieren, etwa zum Atemschutzgeräteträger oder Truppführer.

Wo bei mir in der Region gibt es eine Jugendfeuerwehr? Und wen kann ich für nähere Infos ansprechen? Antworten auf alle Fragen rund um die Jugendfeuerwehren gibt es unter www.jf-rlp.de. - Trierischer Volksfreund



"Feuerwehr ist eine Lebenseinstellung"

Presse

(Trier) Wer in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, opfert oft einen Großteil seiner Freizeit für sein Ehrenamt. Warum eigentlich?

Trier Warum gehen Frauen und Männer aus der Region zur Feuerwehr? Und was hält andere ab, sich ebenfalls dort zu engagieren?, hat der TV auf seiner Internetseite gefragt. Hier dokumentieren wir einen Teil der Antworten:
Manuel Peters: Ich bin schon seit 24 Jahren in der Feuerwehr. Seit zwei Jahren bin ich bei uns im Ort der Wehrführer, habe drei Kinder, von denen zwei schon in der Jugendfeuerwehr mitmachen. Ein Leben ohne dieses Hobby kann ich mir nicht vorstellen. Anderen zu helfen ist eine super Sache.
Meike Martini: Ich war in der Jugendfeuerwehr und habe es geliebt. Wäre ich damals nicht weggezogen, wäre ich vielleicht immer noch dabei. Was mich jetzt davon abhält? Mein Kind. Ich kann nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit spontan weg, weil Einsatz ist. Die Freiwillige Feuerwehr bei uns im Ort wird jedoch größtenteils mit Respekt und Anstand behandelt, das habe ich in anderen Orten schon anders erlebt.
Fritz Borde: Der TV soll mal die Trierer Stadträte fragen. Über 90 Prozent von denen halten die Freiwillige Feuerwehr für einen Club wie Karnevals- oder Fußballverein und nicht für eine kommunale Pflichtaufgabe. Die Stadt Trier zahlt zum Beispiel für Lehrgänge keine Lohnfortzahlungen, sondern nur pauschale Beiträge. Von der mangelhaften und alten Ausrüstung mal ganz zu schweigen.
Sandra Ludwig Charles: Ich bin Mutter von zwei Kindern und aktive Helferin bei der Feuerwehr und bei den Maltesern. Familie und Ehrenamt lassen sich vereinbaren. Ich war und bin zeitlich zwar nicht so einsetzbar wie ein Junggeselle ohne Kinder, aber trotzdem kann ich helfen. Wenn viele ein bisschen helfen, ist es besser, als wenn keiner hilft.
Pascal Schmid: Ich bin nicht bei der Feuerwehr, kenne aber Leute, die in der Feuerwehr sind. Ich wieß nicht genau, was mich davon abhält, vielleicht ist es die Flexibilität. Eine hohe Flexibilität muss schon mitgebracht werden, nur macht das nicht jeder Arbeitgeber mit. Und was sagen die jeweiligen Familien dazu, wie verständnisvoll sind die?
Rene Hauprich: Der Trainer einer Spielgemeinschaft bekommt 450 Euro, ein Wehrführer 30 Euro. Solange das so ist und man selbst mittlerweile für eine Alarmierung bezahlen soll ... Viel Spaß!
Marc Hemmer: Ich bin in der Freiwilligen Feuerwehr Saarburg, weil man Menschen in einer Notlage helfen und unterstützen kann. Außerdem ist es eine tolle Kameradschaft. Je mehr Menschen aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr mitarbeiten, umso besser kann die anfallende Arbeit auf viele Schultern verteilt werden.
Wilfried Kootz: Personalengpässe kennen wir in der Freiwilligen Feuerwehr Bickendorf-Ließem dank einer guten Arbeit in unserer Jugendfeuerwehr, aber auch dank einer guten Kameradschaft, nicht. In den vergangenen zwölf Monaten konnten wir neun Zugänge verzeichnen und haben jetzt insgesamt 38 aktive Feuerwehrleute in der Wehr.
Stefan Fiedler: Ich bin freiwilliger Feuerwehrmann, weil man einfach jedem Menschen helfen kann. Weil man der Bevölkerung etwas zurückgeben kann. Weil man einfach was für andere tun kann und darf! Niemand möchte in die Situation kommen, die Feuerwehr zu brauchen, aber jeder ist froh, wenn sie kommt! Und dafür brauchen die Feuerwehren motivierten Nachwuchs.
Thomas Spieles: Nicht nur die Freiwillige Feuerwehr hat Probleme mit Mitgliederzahlen, auch die anderen Hilfsorganisationen im Rettungs- und Sanitätsdienst sowie im Katastrophenschutz. Ich selbst bin aktives Mitglied beim Malteser Hilfsdienst in Wittlich und das aus Kameradschaftsgründen, dem Dienst am Menschen und dem hervorragenden Gefühl, ein wichtiger Teil für die Gesellschaft zu sein. Problematisch ist definitiv die fehlende öffentliche Anerkennung des Ehrenamts in der Gesellschaft und in der Politik.
Bernd Rehles: Ich bin als "Spätberufener" erst vor neun Jahren zur Feuerwehr gestoßen. Meine Motivation: Ich kann der Gesellschaft dienen, und wenn man Leben oder nur Sachwerte retten kann, ist das ein großartiges Gefühl. Leider haben auch wir Probleme, neue Leute für die Feuerwehr zu begeistern.
Lars Eichten: Ich bin 17 Jahre im Feuerwehrwesen aktiv. Warum ich dies alles tue, frage ich mich manchmal selbst. Der zeitliche Aufwand ist enorm, die Verantwortung sehr groß, und ein Dankeschön kommt nur bei den wenigsten über die Lippen. Die Feuerwehr ist eines der schönsten Hobbys der Welt, nirgends kann man Menschen so direkt und oft einfach helfen, sieht man mal ab von THW und Rotem Kreuz. Die Feuerwehr ist nicht nur ein Verein, sondern eine Lebenseinstellung die oft persönliche Opfer fordert.
Norbert Mart: Vor zwei Wochen habe ich es bei einem Einsatz wieder einmal gemerkt: Man geht gemeinsam mit seinem Kollegen in eine fremde Wohnung, macht unterwegs eventuell noch etwas kaputt, wieß nicht, was einen erwartet, und wird dann mit einem Lächeln empfangen; die Leute sind froh, wenn man hilft. Darum macht Feuerwehr Spaß. - Trierischer Volksfreund


Video - Die Vielfalt der Feuerwehr



Kontakt

Kontaktieren können Sie uns an jedem Übungstermin (Termine im Hochwaldboten) im Feuerwehrgerätehaus Schillingen oder unter der E-Mail WF@feuerwehr-schillingen.de. Schauen Sie doch einfach mal zwanglos bei uns vorbei.